Tagesbild - 02.03.2018

Ein Bericht von:
Dr. Melanie Stehle

Es sind schätzungsweise zehn Minuten Fahrt von unserer Unterkunft zum Tierheim, wo derzeit unsere Kastrationsaktion in Veria/Nordgriechenland stattfindet. Zehn Minuten, die den Charakter eines Spießrutenlaufes haben. Wir scannen förmlich die Straßenränder nach verletzten Tieren ab. Überall humpelnde Straßenhunde, die im Laufe ihres Lebens Autounfälle überlebt haben. Wahrscheinlich sehen wir hier nur die Spitze des Eisberges. Die anderen Unfallopfer sind nur kurzzeitig sichtbar, wie diese läufige Hündin. Sie war Minuten zuvor vor einem Rudel Rüden geflüchtet. Nicht selten werden läufige Hündinnen zwei Wochen lang permanent von Rüden verfolgt, die sie decken wollen. Sie überqueren panisch die Straßen - häufig mit tödlichem Ausgang. Wir rennen hin - doch wir können nichts mehr für sie tun, als sie tot von der stark befahrenen Straße zu nehmen. Ein Drama, das auch die Kinder auf ihrem Weg zur Schule zu Tränen rührte. Schockierte Blicke begegnen meinen hilflosen Gesten. Eine Hilflosigkeit, die uns anspornt, die restlichen 15 Stunden des Tages im Operationsraum alles zu geben.
Tagesbilder-Archiv
Ein Bericht von:
Dr. Melanie Stehle
Tierärztin


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