Tagesbild - 31.03.2018

Ein Bericht von:
Dörte Krause

Vor drei Tagen hat sie geworfen. Drei gesunde neue Leben erblickten das Licht der Welt. Doch dann läuft alles anders als geplant. Ein Welpe bleibt im Geburtskanal stecken und stirbt, die Besitzer der Hündin ziehen ihn heraus. Die Hündin wird immer schwächer und doch säugt sie ihre drei Schützlinge. Nach drei scheinbar endlosen Tagen kommen die Besitzer mit ihr zu uns. Sie ist im Schock, dehydriert und kaum bei Bewusstsein. Sie zeigt übelriechenden, eitrigen Scheidenausfluss. Wir entschliessen uns zur Operation. Eine kleine Chance besteht, dass wir etwas bewirken können und sie sich wieder erholt.
Die Gebärmutter ist kurz vor dem Durchbruch. Nurmehr durch ein hauchdünnes Häutchenistz der Eiter vion der Bauchhöhle getrennt.
Ein toter Welpe steckt noch im Geburtskanal, ein zweiter in der lädierten Gebärmutter. Beide gehen bereits in Zersetzung über.
Wir beenden die Operation und hoffen das Beste.
Am nächsten Tag zeigte sich jedoch: Wir waren zu spät.
Zu lange wurde gewartet, zu lange haben sich die Giftstoffe in ihrem Körper ausgebreitet. Trotz intensiver medizinischer Betreuung konnten wir ihr nicht mehr helfen. Die drei Welpen müssen nun ohne Mutter aufwachsen. Hätten wir die Mutterhündin rechtzeitig kastrieren können, was wäre ihr alles erspart geblieben!
Tagesbilder-Archiv
Ein Bericht von:
Dörte Krause
Tierärztin


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