Sougia - Mai 2016

13.05.2016
Ein Bericht von:
Nina Schöllhorn
Tierärztin

Jule Rottmann kam seit vielen Jahren nach Sougia, welches an der südwestlichen Küste Kretas liegt. Sie war fasziniert von diesem wunderschönen, malerischen Ort - weit abseits der Touristenströme. Doch ihre Urlaubsfreude wurde zunehmend getrübt. Sie konnte und wollte die schlimme Situation der Katzen dort nicht länger ertragen. Abgemagerte, kranke, verletzte Tiere und das ohnmächtige Gefühl, nicht helfen zu können, da kein Tierarzt weit und breit war, brachten sie dazu, nach Hilfe zu suchen.

Ich finde dieses Beispiel zeigt, wie sich recht einfach unglaublich viel verändern lässt. Ich möchte mich ganz herzlich bei Ana Brosin, Yvonne Hoffmann, Monika und Jule Rottmann bedanken! Was diese vier Frauen geleistet haben, ist fantastisch!Nina Schöllhorn

Zufällig stieß sie auf eine Fernsehreportage über unsere Arbeit auf Kreta. Der Kontakt war schnell hergestellt und schon bald nahm ein Kastrationsprojekt Gestalt an. Jule organisierte einen OP Raum und holte die Genehmigung des Bürgermeisters ein. Sie mobilisierte ihre Mutter und zwei Freundinnen, und reiste gemeinsam mit ihnen einige Tage vor der Aktion an, um alle Katzen des Dorfes ausfindig zu machen. Sie fütterten die Tiere an, nahmen Kontakt zu den Bewohnern des Dorfes auf, klärten auf, überzeugten und schafften so unglaubliches: Es war uns möglich in 2 Tagen fast alle Katzen des Dorfes, sowie einige Hunde zu kastrieren. Ebenso konnten wir bei Notfällen medizinische Hilfe leisten.

Die Situation der Katzen wird sich in Zukunft dramatisch verbessern. Wichtig ist natürlich nur, dass trotzdem regelmäßig die Situation vor Ort kontrolliert und neu hinzukommende Tiere kastriert werden. Deshalb freue ich mich sehr über die folgenden Worte von Jule:

Liebe Nina, alle Tiere haben sich großartig erholt und die Rückmeldung aus dem Dorf waren grandios! Wir werden im Mai 2017 weitermachen!
Eine Geschichte hat mich besonders berührt: Erinnerst Du Dich an Melia, die Katze mit den toten Babies im Bauch, die sich nicht gleich erholen wollte? Sie ist nun die zweite Mama für die drei kleinen Katzenbabies; ihr habt auch die echte Mama kastriert. Kaum hatten wir sie in ihrem Zuhause abgesetzt, war sie bereits im Wochenbett eingezogen. Nun teilen sich die beiden Katzenmamis die Aufzucht und Melia säugt die Kleinen mit. Dieses Glück zu sehen hat uns alle zu Tränen gerührt. Auch Paule, der kleine Kater mit dem eingeschlagenen Schädel, erholt sich und hat sich am Ende sogar wieder anfassen und streicheln lassen.
Ganz eindeutig gibt es im Dorf nun eine andere Sensibilisieren für die Tiere und ihre Bedürfnisse. Ich bin im Oktober noch einmal dort und hoffe, die ganzen "Schlitz-Ohren" gesund und munter anzutreffen.
Noch einmal ein riesengroßes DANKESCHÖN an Euch und hoffentlich auf bald. Jule Rottmann

Ich finde dieses Beispiel zeigt, wie sich recht einfach unglaublich viel verändern lässt. Ich möchte mich ganz herzlich bei Ana Brosin, Yvonne Hoffmann, Monika und Jule Rottmann bedanken! Was diese vier Frauen geleistet haben, ist fantastisch!
Ich würde mir wünschen, dass viele andere Touristen diesem Beispiel folgen und selbst aktiv werden, um so ihren Lieblingsurlaubsort zu einem Ort mit glücklichen Katzen zu machen.
Wir helfen gerne dabei!

Ein Bericht von:
Nina Schöllhorn
Tierärztin

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