Brief an Frau Karagouni von Thomas Busch 28.02.2015 Tierschicksal

Ein Bericht von:
Thomas Busch
Tierarzt und Vorstand

Sehr geehrte Frau Karagouni!
Wir haben uns vor vielen Jahren auf einer Pressekonferenz getroffen, auf der Sie Ihre dreisten Lügen (wir verkaufen die Tiere Griechenlands an deutsche Versuchslabore, an die Waffenindustrie, etc.) an internationale Journalisten verbreitet haben.

Als Sie mich in den Sitzreihen erkannten - schließlich war ich ja Ihr Hauptgegner (warum eigentlich?) - zuckten Sie merklich zusammen und sprachen sich in Blitzeseile mit einem der Gesetzeshüter ab - die Sie ja bis heute hervorragend instrumentalisieren - mich des Saales zu verweisen. "Diese Konferenz ist nur für Journalisten", hieß es plötzlich, was genauso erfunden war, wie alles Nachfolgende, was aus Ihrem Mund kam. Blöd für Sie, dass ich sitzen blieb, denn ich bin nicht nur Vorsitzender und Tierarzt, sondern auch Journalist. Wissen Sie noch, wie rot sie wurden, als Sie meinen Ausweis von allen Seiten betrachteten und ihn am liebsten hätten verschwinden lassen? Genauso, wie Sie es mit den Tierheimausweisen gemacht hatten, als Sie sich an der Fähre in Athen als rechten Arm der Polizei ausgaben und die Fahrer, die NICHTS falsch gemacht hatten, und unsere 58 Hunde über Stunden festhalten ließen?
58 Hunde wurden an der Ausreise gehindert und unser Verein musste über 30.000,- aufbringen, um uns gegen Sie zur Wehr zu setzen.

Als nach Monaten der Spuk vorbei war und wir von einem ordentlichen Gericht freigesprochen wurden, überlegten wir, ob es Sinn machen würde, gegen Sie rechtliche Schritte einzuleiten, um unser Geld zurückzufordern. Wir ließen es, weil uns die Zeit und das Geld zu schade waren, um gegen Sie und Ihre Machenschaften anzugehen. Denn wir, sehr geehrte Frau Karagouni SIND Tierschützer und nutzen unsere Ressourcen, um unserer Überzeugung zum Ziel zu verhelfen.

Wir ließen uns stattdessen mit Hilfe der EU darauf ein, unser Recht in Bezug auf eine Legalisierung unserer Arbeit einzuklagen. Wieder mussten wir einen großen Teil unserer Gelder dafür einsetzen, Recht zu bekommen, wo Recht eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Sie, als selbsternannte Tierschützerin und gleichfalls Ihr vermeintlicher Tierschutzverein, haben offensichtlich kein anderes "Vereinsziel", als ehrlich arbeitende Tierschützer zu diffamieren und an ihrer ehrlichen Arbeit zu hindern.

Immer taucht Ihr Name nur dann auf, wenn Sie sich als billiges Robin Hood Imitat der griechischen Tiere aufspielen, der die ausländischen "Tierhändler" bekämpfen und ihres dreckigen Handwerkes überführen muss.

Sind Sie eigentlich schon einmal in ihrem eigenen Land unterwegs gewesen und haben die Missstände gesehen, die sich an jeder Stelle auftun? Im Ausland scheinen Sie offensichtlich noch nie gewesen zu sein, denn sonst würden Sie Ihren Blödsinn nicht so vehement verstreuen.

Mit Respekt vor Ihrem Alter scheint mir ihr aktives Arbeiten im Tierschutz eh eine Farce zu sein. So bleibt lediglich Ihre Hybris, etwas zu verhindern, was von niemand anderem, außer von Ihnen, verhindert werden will.

Sie haben vielleicht mitbekommen, dass inzwischen mehr als ein Bürgermeister mit uns zusammenarbeitet und die Reduzierung der Straßenhunde durch Kastrationen von vielen Gemeinden begrüßt wird. Außerdem gibt es eine Reihe von Tierärzten, die ebenfalls unsere Erfahrung nutzen und eine Kooperation am OP-Tisch anstreben. Der Hass, den Sie streuen, tut in einer Zeit, in der die Diplomatie mehr als gefordert ist, niemandem gut.

Sie können nicht ernsthaft ignorieren, dass sich in Griechenland der Zeitgeist geändert hat und sich viele Menschen Gedanken im Umgang mit der Natur und damit einhergehend, mit der armen Kreatur, machen. Sie organisieren sich selbst, um Straßentieren zu helfen. Und sie nehmen dabei unsere reichende Hand gern an.

Es macht Freude, die zarte Pflanze der Empathie gemeinsam wachsen zu sehen. Sie, Frau Karagouni werden keine Chance haben, diese zu zertreten!

Es tut mir fast Leid, dass Sie so von Hass zerfressen sind, dass Sie nicht mehr Recht von Unrecht unterscheiden können. Unser Verein und unsere Mitglieder, die Partner in Griechenland und Unterstützer weltweit die ausnahmslos hinter uns stehen, werden dieses Mal keine Kosten und Mühen scheuen, Sie eines Besseren zu belehren und Sie endgültig in Ihre Schranken zu verweisen.
Mir reicht es, und das schon seit vielen Jahren! Thomas Busch

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