Drama in Suceava 11.06.2015 Tierschicksal

Aktuell herrschen dramatische Zustände im rumänischen Tierheim Suceava. Unüberschaubare Tierheime einer gewissen Größenordnung lehnen wir seit je her ab, aber wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, ist Weggucken auch keine sonderlich elegante Lösung.

Der Vertrag zwischen der Stadt und dem rumänischen Tierschutzverein Pro Animals Tina wurde nicht verlängert. Von Seiten der Stadt ist die Tötung einer größeren Anzahl an Hunden angeordnet worden. Die ersten zwei gesunden Hunde verloren auf grausame Weise am Freitag den 05.06.2015 ihr Leben. Da es sofort zu massiven Protesten kam, wurden die Tötungen zunächst ausgesetzt und es wird erneut verhandelt. Es scheint allerdings keine Einigung in Sicht und die Stadt will ihre Pläne weiter verfolgen.

Zum einen werden die Hunde von den dort beauftragten Tierärzten auf grausame Art und Weise getötet, was aufs Schärfste verurteilt werden muss. Zum anderen kann so niemals die Problematik der Straßenhunde gelöst werden!

Unsere Tierärztin Nina Schöllhorn wird in wenigen Tagen in Suceava sein um alles zu versuchen, eine vernünftige Lösung für die völlig eskalierte Situation zu finden. Es geht darum einen Weg zu finden, das Straßenhundproblem der Stadt in Zukunft auf sinnvolle Weise anzugehen.

Wir kennen die verfahrene Situation in dieser Stadt. Es ist wie immer der Konflikt, der zwischen Menschen mit unterschiedlichsten Vorstellungen auf dem Rücken der Tiere ausgetragen wird.

Auch wenn wir keine Lösung anbieten können, mit der von heute auf Morgen die Problematik, die mit den Straßenhunden verbunden wird, verschwunden ist, so werden wir trotzdem versuchen Einfluss zu nehmen, dass die unsinnigen Tötungen gestoppt werden und die Lösung letztendlich und wie immer, nur die Kastrationen sein können.

Und zwar mit der Maßgabe, dass die Tiere nach der Operation wieder auf die Straße zurück kommen, ohne anschließend umgebracht zu werden. Auch macht es keinen Sinn, Verträge erfüllen zu wollen, mit dem Ziel, 250 Tiere PRO MONAT im Tierheim aufzunehmen. Die Ausbildung der Tierärzte vor Ort muss dringend verbessert werden. Es muss sichergestellt sein, dass weiterhin auch Privatleute mit ihren Tieren zur kostenlosen Kastration kommen können. Wenn Tiere aus einem triftigen Grund euthanasiert werden müssen, muss das fachgerecht und für das Tier ohne Leiden geschehen.
Nina, wir drücken Dir alle Daumen!
Der Vorstand

Bilder: Archiv Tierärztepool, Suceava 2013-2015

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