Feny 28.04.2015 Tierschicksal

Ein Bericht von:
Nina Schöllhorn
Tierärztin

Ein Knall, ein furchtbarer Schmerz. Dunkelheit. Für immer. Er war über die Felder gelaufen. Hatte seine Schafe bewacht- wie immer. Dann kam der Knall. Er war ein grosser, imposanter Rüde. Doch er war freundlich. Sehr freundlich. Immer und zu jedem. Nach dem Knall lag er tagelang, betäubt von unglaublichen Schmerzen fast ohnmächtig, dort wo er zusammengebrochen war. Irgendwann war der Hunger so groß, dass er Futter suchen musste. Doch es war noch immer dunkel. Die Tage vergingen, er schaffte es zu überleben.
Aus Tagen wurden Wochen. Es wurde nicht mehr hell. Seine Schafe waren längst ohne ihm weiter gezogen und er irrte ganz alleine über die Felder. Da passierte es. Er wurde angegriffen von einem Rudel Hunde. Er hatte sich ohne es zu wissen in ihr Revier verirrt. Ein Hirte eilte ihm zur Hilfe und rief eine Tierärztin, die ihn in Sicherheit brachte. Er war unglaublich dankbar für die Hilfe und freute sich über die Menschen- so wie immer. Er ahnt nicht, dass es die Menschen waren, die auf ihn zielten und das Schrot auf ihm feuerten und so seine Augen zerfetzten. Feny ( ungarisch= Licht) ist ein Engel. Ein durch und durch freundlicher Hund, der uns Menschen liebt. Gibt es Menschen, die ihm ein Zuhause schenken und wieder gut machen, was ihm angetan wurde?

Ich befinde mich in Sighisoara, Rumänien. Während unserer Kastrationseinsätze kreuzen Hunde wie Feny täglich unseren Weg. Ich kann mir nicht vorstellen ihnen eines Tages nicht mehr helfend beistehen zu können. Doch einige unserer Kastrationsprojekte stehen auf Grund von massiven Spendenrückgängen auf wackeligen Beinen.

Bitte helfen Sie uns, damit wir weiterhin für Hunde wie Feny da sein können. Und um weiterhin Abertausenden ein Leben zu ersparen, das nicht lebenswert ist.

Wir sind für die da, die keine eigene Stimme haben. Gestern. Heute. Morgen. Weil es der einzige Weg ist.

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Ein Bericht von:
Nina Schöllhorn
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