Marty 09.12.2018 Gedanken

Ein Bericht von:
Dr. Melanie Stehle
Tierärztin

Eineinhalb Jahre ist es nun her. Eigentlich eingefangen zur Kastration, sollte der hübsche Marty nun für die Sedierung an der Reihe sein. Doch beim Annähern an ihn merkte man sehr schnell, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Hunderte von Fliegen kreisten um ihn, übelster Geruch von verwesendem Fleisch stieg empor. Schnell legten wir ihn in Narkose und untersuchten ihn. Sein Körper war von Fliegenmaden übersäht, die teilweise schon tiefe Löcher in die Haut gefressen hatten.

Von der Schwanzbasis bis zu den Schulterblättern war die Haut hochgradig verletzt, es hatte den Anschein, dass er von einem Auto mitgeschliffen wurde. Seine Verletzungen waren immens, aber nicht aussichtslos. Sein Ticket in die Aufnahme der Arche war gesichert. Spätere Röntgenaufnahmen zeigten, dass der Unfall auch starke Verletzungen des Beckens mit sich brachten. Doch Marty war tapfer. Erstaunlich schnell verbesserte sich seine Haut und wir merkten von Tag zu Tag, dass wir richtig entschieden hatten. Für das Leben, das ihn von nun an erwarten durfte. Mit dem Einzug in sein neues Zuhause wurde sein Glück perfekt. Danke Marty, dass Du uns vertraut hast. Geduldig dich behandeln liest als wüsstest Du genau, dass Dir danach alle Wege offen stehen. Danke an seine Familie, die ihm das gibt, was er sich schon immer gewünscht hatte.


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