Patricia - Februar 2019 27.02.2019 Gedanken

Ein Bericht von:
Dr. Melanie Stehle
Tierärztin

Scheu und krank. Eine sehr schwierige Kombination, um eine therapeutische Lösung für ein Kätzchen zu finden. Jede Manipulation bedeutet Stress, Angst und vielleicht auch den berechtigten Gedanken aufkommen zu lassen, ob es denn überhaupt eine Lösung geben kann. Genau vor diese Fragestellung stellte uns Patricia im letzten Sommer. Geplagt von Juckreiz, kahlen Stellen und Hautentzündung. Starr vor Angst, man könnte ihr etwas Böses antun.

Scheu und krank. Eine sehr schwierige Kombination, um eine therapeutische Lösung für ein Kätzchen zu finden. Jede Manipulation bedeutet Stress, Angst und vielleicht auch den berechtigten Gedanken aufkommen zu lassen, ob es denn überhaupt eine Lösung geben kann. Genau vor diese Fragestellung stellte uns Patricia im letzten Sommer. Geplagt von Juckreiz, kahlen Stellen und Hautentzündung. Starr vor Angst, man könnte ihr etwas Böses antun.Dr. Melanie Stehle

Aus der Erfahrung heraus hofften wir auf Parasiten, die wir mit Medikamenten und etwas Zeit in den Griff bekommen können. Patricia wollte definitiv nichts mit Menschen zu tun haben, das zeigte sie deutlich. Ihr persönliches Ziel war, an einer gesicherten Futterstelle zu leben. Diesen Wunsch konnten wir ihr nicht erfüllen, denn ihr klinisches Bild besserte sich nicht. Was nun? Eine scheue Katze mit nach Deutschland zu bringen, um dann zwar eine Diagnose stellen zu können aber anschließend keine weitere Idee für sie zu haben erschien unsinnig. Wir setzten sie in unser Außengehege und wann immer möglich, besuchten wir sie.

Nach und nach waren wir zu ihren Freunden geworden. Sie konnte selbst entscheiden, ob sie Streicheleinheiten wollte oder nicht. Mit dieser Wandlung öffnete sich wieder die Chance, ihrer Erkrankung auf die Schliche zu kommen. Somit reiste sie mit uns nach Deutschland. Ihr Krankheitsbild erschien kompliziert, keiner der eingeleiteten Tests war eindeutig, so dass im Ausschlussverfahren immer mehr eine seltene autoimmune Erkrankung in Frage kam. Wir wagten den Schritt, sie auf hochdosierte Cortisongabe in Kombination mit Antibiose zu setzen. Hopp oder Topp, wir hatten keine andere Wahl.

Fasziniert beobachtete ich Patricia in den folgenden Wochen. Der Juckreiz und die Hautentzündung gingen zurück, sie fühlte sich sichtlich wohler und begann zu spielen. Mir ging das Herz auf. Ihre Lebensqualität kam zurück und sie dankte es mit ihrem verschmusten Kuscheln. Aus dem kranken kleinen Kätzchen wurde eine zierliche Persönlichkeit, die uns schon so oft zum Lachen brachte. Sie wird höchstwahrscheinlich ein Leben lang medizinische Unterstützung brauchen. Das ist uns allen bewusst. Aber in ihrer neuen Familie hat sie die Fürsorge gefunden, die sie braucht. Ich danke Dir, liebe Peggy und Deiner Familie, dass ihr Patricia ein liebevolles, herzliches Zuhause gegeben habt! Melanie Stehle


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