Raeude auf Sal 25.01.2015 Tierschicksal

Ein Bericht von:
Dr. Marga Keyl
Tierärztin

Unsere Tierärztin Dr- Marga Keyl berichtet aus Ihrem EInsatz:
Vier Tage sind wir nun auf Sal und haben inzwischen mehr als 120 Tiere kastriert, Augen und Zähne entfernt und Wunden versorgt. Diese arme Kreatur wurde uns heute gebracht: von Räude geplagt, abgemagert bis auf die Knochen und ein Auge in einem Zustand, in dem es nicht mehr gerettet werden kann. Mehrmals stand die Frage im Raum, ob man das arme Tier nicht einschläfern sollte, auch weil der Hund nicht so leicht zu handeln ist und sich den anderen Hunden gegenüber aggressiv verhält.

Doch davon wollen wir nichts wissen, auch dieser Hund hat seine Chance verdient. Er wohnt im Ghetto von Sal und hat dort niemanden, der sich um ihn kümmert. Er ist schon älter und wir wissen nicht, was er in seinem Leben alles erlebt hat, wie er sich durchschlagen musste um irgendwo etwas zu fressen zu ergattern. Wir kastrieren ihn, entfernen das kaputte Auge und behandeln ihn gegen die Räude und Flöhe. Wir werden versuchen, ihn nächste Woche noch einmal einzufangen, damit er eine weitere Spritze bekommen kann.


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