Streunertiere gegen Unternehmensinteressen: 10:0! 15.03.2018 Juristisches

Anhand dieser Zeilen einer mehr als engagierten Tierschützerin aus Chania, Natasa Mpompolaki, können Sie erkennen, was wir die letzten Monate durch gemacht haben. Ähnliches spielte sich in nahezu allen Gemeinden ab, auch hoch bis in den Norden des Landes.
Die „Europäischen Tierärzte“ waren in dieser Zeit unsere Nina Schöllhorn, die zwischen den Fronten regelrecht aufgerieben wurde. Aber auch in Deutschland zwischen Thomas Busch und der Vereinsanwältin Christina Rohde-Tsioros glühten stundenlang die Leitungen.
Wir hatten mit Widerstand gerechnet und es ist auch klar, dass, je mehr wir in der Öffentlichkeit auftreten und je mehr Tiere wir unfruchtbar machen, desto tiefer wir in die eingefahrenen, verfilzten Strukturen der Tierärzteschaft eintauchen und diese aufreißen.
Wer aber die Chronik in unserem Weihnachtsreport gelesen hat, der kann sich vorstellen, dass wir wegen solcher „Kleinigkeiten“ nicht einfach aufgeben. Wir haben so unendlich viel für die Straßentiere erreicht, dass wir jetzt, eigentlich schon hinter der Ziellinie, nie und nimmer klein beigeben werden. Wir gehen weiterhin gegen alles vor, was den Tierschutz behindert und sagen an dieser Stelle auch ein riesiges Dankeschön an die Tierschützer vor Ort, die oft wie Löwen kämpfen. Allen voran Natasa Mpompolaki. Danke!

Offener Brief vom 27. Februar 2018, Chania

Strafanzeigen der Panhellenischen Veterinärvereinigung (PVA) bezüglich der Kastrationen von Straßentieren nach dem Tierschutzgesetz, durchgeführt von ehrenamtlichen europäischen Tierärzten im Oktober 2017, wurden von der Staatsanwaltschaft von Chania als rechtlich unbegründet abgewiesen. Stattdessen führte am 23., 24. und 26. Februar 2018 die Gemeinde Chania erfolgreich eine Kastrationsaktion von Straßentieren durch, trotz der unaufhörlichen, fantasievollen und letztlich traurigen Versuche der PVA, einer Privattierärztin sowie der Veterinärbehörde von Chania, das Programm zu beenden. Der Panhellenische Tierschutz- und Umweltverband, der die offensichtlichen Vorteile der Kastration für die Gesundheit und das Wohlergehen von Haustieren, aber auch für die Gesellschaft schätzt, hat in den letzten Jahren in Griechenland Pionierarbeit geleistet und mit den Gemeinden des Landes das Institut von ehrenamtlichen europäischen Tierärzten ins Leben gerufen und aktualisiert, die ihre Dienstleistungen und Kastrationsprogramme von streunenden Tieren ehrenamtlich anbieten und so die Nutzung der verfügbaren Ressourcen der Gemeinden in anderen Bereichen in Bezug auf die Kontrolle und Reduktion der Streunerpopulationen zulassen.

Drei Tage lang rief die Privattierärztin in Chania die Polizei, die Behörde gegen den Missbrauch von Betäubungsmitteln, die Veterinärbehörde und die Arbeitsaufsichtsbehörde zu einem einzigen Zweck an: das kostenlose Kastrationsprogramm für 80 streunende Tieren abzusagen und schamlos erneut in ganz Griechenland zu feiern, dass sie die Gemeinde von Chania und auch die Tierschutzvereine gedemütigt hat. Aber wem hat sie letztendlich mit ihren Aktionen geschadet?Natasa Vyssinou Mpompolaki

Die ehrenamtlichen europäischen Tierärzte, erfahrene und seriöse Veterinäre, die ihre Dienste in vielen Ländern der Welt anbieten, die nur gering entlohnt werden, haben einen rücksichtslosen und ungerechtfertigten Angriff nicht nur von den organisierten Privattierärzten, sondern auch von der Veterinärbehörde von Chania erlitten. Die Vorwürfe dieser Personen in Chania gegen die ehrenamtlichen Helfer, waren rassistisch, unprofessionell, unwissenschaftlich und unwahr, und deswegen wies die Staatsanwaltschaft von Chania ihre Anzeigen ab.

Jede Gemeinde in Griechenland, die beschlossen hat, die Einrichtung von ehrenamtlichen europäischen Tierärzten zugunsten von streunenden Tieren, der örtlichen Gemeinschaft und der Wirtschaft zu nutzen, wurde von der PVA angegriffen, die einzigen Opfer des Angriffs: Dutzende von streunenden Hunden und Katzen, die sich unkontrolliert fortpflanzen und damit auch die jeweiligen Gemeinden, die durch die riesigen Tierpopulationen belastet sind. Seit Monaten ist ersichtlich, dass diese Privattierärzte einzig den Zweck verfolgen und den Fokus darauf legen, dass die Abschaffung der Institution der freien Kastrationen durch ehrenamtliche europäische Tierärzte erreicht wird.

Gezielte Angriffe

In der letzten Zeit hatte die PVA gezielt Chania ins Auge gefasst, nachdem eine Reihe von früheren Fehlentscheidungen des Bürgermeisters, hauptsächlich die Auswahl bestimmter Einzelpersonen, die Grundlage geschaffen hatten für einen rassistischen, unwissenschaftlichen, kurzsichtigen und gemeinschaftlichen Kampf der organisierten Mitglieder im negativen Sinne, wodurch zwei aufeinanderfolgende Programme von freien Kastrationen von streunenden Tieren verhindert wurden, was zu negativen Folgen für die Tiere, die örtliche Gemeinde, die Wirtschaft und die öffentliche Gesundheit führte.

Unterstützung von höchster Stelle

Durch fortwährende Kommunikation und Gespräche mit den Verantwortlichen, durch Veröffentlichungen von soliden Argumenten und mit Unterstützung der Staatsanwaltschaft von Chania erreichten wir die Rückkehr zur Vernunft und kehrten das Klima um. Der Bürgermeister nahm die Fakten zur Kenntnis, verstand die Motivation jeder Seite, hörte den Argumenten zu und delegierte dann zum Wohle der Stadt die Verantwortung für die streunenden Tiere an Herrn Michalis Vlachakis, der zuständig für Kultur und Ausbildung ist, um das Problem sachlich anzugehen und den Mut zur Konfrontation aufzubringen zum Wohle der Bürger. Der neue Vizebürgermeister beschloss, den einstimmigen Beschluss des Stadtrates von Chania über die Durchführung des Programms zur Kastration von streunenden Tieren am 23., 24. und 26. Februar durchzusetzen.

Die Freiwilligen des Panhellenischen Tierschutz- und Umweltverbandes und der Verein „Schutz der Tiere“ waren bereit, in jeder Hinsicht bei der reibungslosen Durchführung des Programms behilflich zu sein, aber auch jeden Angriff der Mitglieder der PVA abzufangen, denen es nicht an Phantasie mangelte, wie man sehen konnte.

Vom Tag der Entscheidungsfindung des Stadtrates von Chania bis zum Tag vor Beginn des Programms wurden örtliche Privattierärzte, die angeboten hatten, zur Aktualisierung des Programms beizutragen, von ihren eigenen Kollegen bedroht und erpresst!

Am Morgen des 23. Februar informierte der neue stellvertretende Bürgermeister, Herr M. Vlachakis, der Vertreter des Vorstands der Anwaltskammer von Chania, Herr H. Zolindakis und die Präsidentin unserer Vereinigung, Frau Mpompolaki die Bezirksstaatsanwaltschaft von Chania, und nach deren Zusicherung der Rechtmäßigkeit des Programms begann das geplante Kastrationsprogramm von streunenden Tieren in den zugewiesenen Räumlichkeiten des öffentlichen Veterinäramtes.
Als die ehrenamtlichen europäischen Tierärzte ihre Operationen ab 09:00 begannen, begannen auch die erbärmlichen Attacken.

Wie so oft sind die Straßentiere die Leidtragenden

Drei Tage lang rief die Privattierärztin in Chania die Polizei, die Behörde gegen den Missbrauch von Betäubungsmitteln, die Veterinärbehörde und die Arbeitsaufsichtsbehörde zu einem einzigen Zweck an: das kostenlose Kastrationsprogramm für 80 streunende Tieren abzusagen und schamlos erneut in ganz Griechenland zu feiern, dass sie die Gemeinde von Chania und auch die Tierschutzvereine gedemütigt hat. Aber wem hat sie letztendlich mit ihren Aktionen geschadet?

Leider den streunenden Tieren, der örtlichen Gemeinschaft, der öffentlichen Gesundheit und der Wirtschaft. Genau wie zuvor, als elf private Tierärzte von insgesamt 38 die Stornierung des Programms der freien Kastrationen beantragt hatten, und ihre Dienste "im Austausch" angeboten hatten. Lassen Sie ganz Griechenland wissen, dass 5 Monate nach ihrem unmoralischen Vorschlag noch immer keine Kastration angeboten wurde. Die Fassaden wurden endgültig zerstört. Es wurde aufgedeckt, wer die echten Freiwilligen und Tierschutzärzte sind.

Nachdem das Irrsinnstheater in fünf Akten stattgefunden hat, freuen wir uns ankündigen zu können, dass der Einfallsreichtum der PVA (vorläufig) erschöpft ist und das Kastrationsprogramm erfolgreich abgeschlossen wurde.
Als Freiwillige, Tierschützer, Bürger, möchten wir den europäischen Tierärzten danken, die für drei Tage von morgens bis abends ihre Dienste kostenlos der Gemeinde von Chania angeboten und mit Professionalität rund 80 streunende Tiere kastriert haben, sowie den Mitgliedern des Vereins "Schutz der Tiere", die mit allen Mitteln zum erfolgreichen Abschluss des Programms beigetragen haben. Wir danken herzlich der Anwaltskammer von Chania, die das Programm der freien Kastrationen noch einmal aktiv unterstützt und uns mit juristischen Argumenten für diese Institution ausgestattet hat.

Die neuen Bemühungen der Tierschutzorganisationen werden von vielen wissenschaftlichen und sozialen Einrichtungen unterstützt, und sie beglückwünschen uns gleichzeitig zu unseren Handlungen, die sich nur als nützlich erweisen, natürlich auch für die Tiere selbst. Abschließend möchten wir Herrn M. Vlachakis, dem stellvertretenden Bürgermeister von Chania unsere herzlichsten Glückwünsche für seinen Mut und seine Konsequenz aussprechen, mit denen er die Umsetzung der Entscheidung des Stadtrates durch seine ununterbrochene Anwesenheit in der Nähe des öffentlichen Veterinäramtes verteidigt hat. Wir hoffen, dass dies der erste Schritt in einer Reihe von substanziellen Maßnahmen zur Reduzierung der Tierpopulation in Chania ist.

Was die falsche Richtung anbelangt, die das Gremium der organisierten Tierärzte genommen hat, haben wir Folgendes zu sagen: Nun, da Ihre Masken gefallen sind und deutlich wurde, dass Sie an nichts anderem als an Ihren Unternehmensinteressen interessiert sind, entscheiden Sie selbst, ob Sie beabsichtigen, den öffentlichen Dialog über die Handhabung von streunenden Tiere zurückzuziehen, in dem Sie bis heute nur Schaden angerichtet haben, oder ob Sie Ihre Haltung und Politik ändern und sich ausrichten an den hervorragenden Beispielen von Tierärzten in Chania, die unter Ihnen sind, vor denen wir den größten Respekt haben und mit denen wir weiterhin zusammenarbeiten werden. Freiwilligenarbeit, die keine Grenzen und unternehmerische Absichten kennt, ist in der Tat willkommen, egal woher sie kommt, sei es aus Griechenland oder aus anderen europäischen Ländern.

Wir sind allen gleichermaßen dankbar.

Für den Panhellenischer Tierschutz- und Umweltverband
Die Präsidentin
Natasa Vyssinou Mpompolaki


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