Wir haben es geschafft! 29.05.2012 Tierschicksal

Ines und Thomas sind nach langen und anstrengenden Jahren als Tierärzte in Griechenland anerkannt worden. Welchen Zugewinn für den Tierschutz dies darstellt erfahren Sie hier.Ines und Thomas sind nach langen und anstrengenden Jahren als Tierärzte in Griechenland anerkannt worden. Am 19.04.2010 wurden mir die Protokoll Nr. 257471 und Nr. 257472 vom griechischen Agrarministerium fernmündlich mitgeteilt, die sicher stellen sollten, dass die Entscheidung ergangen ist. Richtig glauben konnte ich es erst, als beide Anerkennungsurkunden im Orginal vor mir lagen.

Was heißt das für die Arbeit der Beiden im Einzelnen?

Es wird bestimmt noch ganz viele neue Möglichkeiten geben, die sich entwickeln, sobald eine Routine eingetreten ist. In jedem Fall können wir alle wieder neue Ideen und Wünsche aussprechen, da die Möglichkeit der Umsetzung zumindest eine rechtliche Basis gefunden hat.In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass wir jetzt erst Recht die richtigen Konstruktionen finden, um die Ziele für die Straßentiere durchzusetzen und verspreche meinen oft kritisierten Extrem-Optimismus nicht aufzugeben.Abschließend muss ich noch darauf aufmerksam machen, dass der Einfluss der Europäischen Kommission in dieser Angelegenheit letztendlich den Ausschlag gegeben hat, wobei auch die neue Agrarministerin sehr bemüht darum war, gerade Ines und Thomas jetzt schnell anzuerkennen.

Was Thomas Einschätzung angeht, ein "kleiner Tierarzt" hätte hier etwas durchgesetzt mit einer "kleinen Anwältin", kann ich allen versichern, dass es wohl in Europa in den einschlägigen Behörden und Abteilungen wenige Sachbearbeiter geben wird, die die Angelegenheit und die Namen "Thomas Busch und Ines Leeuw" nicht kennen.Eine ganz neue Arbeit erwartet uns und viele neue Möglichkeiten stehen offen, für einen effektiven und nicht mehr so demoralisierenden Tierschutz.Bei aller Euphorie auch von mir, möchte ich in eigener Sache und als Betroffene auch etwas zur Krise in Griechenland sagen. Wir müssen mit der Gesamtsituation sensibel umgehen, da die Finanzkrise wie jede Krise für die "kleinen Leute" am schlimmsten ist. Die Gehaltskürzungen sind enorm, die Armut wird größer und Kinder und alte Leute sind nicht ausreichend in jeder Hinsicht versorgt.

Die deutsche Presse hat viele verletzt und ist insoweit ungerecht, als dass der Großteil der Bevölkerung einsieht, dass sich etwas ändern muss. Aber Sie müssen sich vorstellen, dass das Spitzengehalt eines Beamten bei etwa 1.900,- Euro liegt, das von einem Tag auf den anderen auf 1.400,- Euro reduziert wird, gleichzeitig die Benzinpreise steigen und die Fahrtkosten zur Arbeit nicht mehr ersatzfähig sind (seit 10.05.2010 kostet ein Liter Benzin 2,- Euro). Die Mehrwertsteuer wurde auf 24% angehoben und zusätzlich bleiben die Touristen wegen der unsicheren Gesamtsituation und Streiks aus.Wer es einsieht oder nicht, alle müssen ihr letztes Hemd geben und trotzdem wird nicht prognostiziert, dass wir es schaffen können.

Diese Depression in der Bevölkerung führt dazu, dass ein höheres Aggressionsverhalten an den Tag gelegt wird, Firmen und Geschäfte gehen in Konkurs, Immobilien müssen verkauft werden und die Privatschulden ersetzen Tag für Tag einen Minimalanteil an Staatsschulden. In einer solchen Privatsituation ist es verständlich, dass man sich ungerecht behandelt fühlt, weil man selber ja die Gelder nicht auf seinem Konto hat, die jetzt in der Staatskasse fehlen. Die bittere Wahrheit hier ist eine andere, als sie in der deutschen Presse dargestellt wird und ich würde mich freuen, wenn mehr nachgefragt wird, bevor über den "Griechen-Ansich" geurteilt wird.In diesem Sinne eine weitere gute Zusammenarbeit!
Christina Rohde-Tsioros/Rechtsanwältin


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