Yari - vergiftet 30.07.2016 New Life Resort

Ein Bericht von:
Nina Schöllhorn
Tierärztin

Ein Anruf. Eine panische Stimme: "Ich brauche Hilfe - der Hund stirbt!"
Kurze Zeit später ist sie da. Sie ist in Seitenlage, krampft, ist nicht wirklich bei Bewusstsein. Gift. Schon wieder.
Es folgen harte Tage für uns, denn sie braucht Intensivbetreuung. Doch in erster Linie harte Tage für sie, denn wann immer sie zu sich kommt wird sie von Krampfanfällen heimgesucht.

"Ich brauche Hilfe! Der Hund stirbt!"

Nach einigen Tagen hat dies ein Ende. Doch sie ist sehr mitgenommen. Sie hat keine Kontrolle über ihren Körper, ist blind. Doch sie kämpft und macht Fortschritte- jeden Tag. Sie lernt sich aufzurichten, selbstständig Futter und Wasser aufzunehmen. Und schließlich steht sie, auf wackeligen Beinen- doch sie steht. Sie fängt an zu laufen, versucht die Kontrolle über ihren Körper wieder zu erlangen. Und sie versucht ihre Umgebung wahrzunehmen- die plötzlich nur noch schwarz ist.

Wie immer steht man sprachlos vor einem solchen Schicksal und fragt sich wie es soweit kommen konnte. Offensichtlich schützt einen in diesem Land auch nicht die Tatsache dass man reinrassig ist. Wie ist es möglich im Alter von 8 Monaten als reinrassiger Schäferhund auf der Straße zu landen? Und dann auch noch das Pech zu haben vergiftet zu werden?

Wir werden wie immer keine Antworten finden. Doch wir sind dankbar, dass wir ihr in unserem New Life Resort die Bedingungen bieten können, die sie braucht um langsam zurück ins Leben zu finden.

Wir gaben ihr den Namen Yari- die Starke. Als Antonia sie am ersten Tag sah, sagte sie spontan: "sie ist stark, sie schafft das!". Ich muss zugeben, dass die meisten von uns in den darauffolgenden Tagen an diesen Worten zweifelten...

Doch Yari kämpft sich jeden Tag weiter zurück ins Leben. Wir können noch nicht sagen ob sie jemals wieder sehen wird. Doch eins können wir sagen: sie hat ein bezauberndes, liebes Wesen und wir sind froh, dass sie tatsächlich stark genug war.


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