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Tagesbild 30.04.2026

Immer wieder sehe ich während langen Operationstagen aus dem Fenster und blicke auf die wunderschönen nahegelegenen Berge. Oft wünsche ich mir insgeheim, die beeindruckende Natur zu erkunden. Schöne Wanderungen zu unternehmen und die Einzigartigkeit der Natur zu bewundern. Doch was passiert, wenn wir nicht nur die Schönheit der Natur entdecken und auf unsagbares Leid stoßen? Leid, das bis zum Himmel schreit und nicht auf die Schnelle gelöst werden kann? Leid, dass tausendfach und überall zu sehen ist. Leid, dessen Ungerechtigkeit und Dimension kaum auszuhalten ist.

 

Spätestens jetzt bereue ich, den Operationsraum verlassen zu haben. Jede Stunde dort ist so unendlich wertvoll, denn jede Kastration eines Hundes oder einer Katze verhindert so viel Ungerechtigkeit. Leid, das erst gar nicht entsteht. Leid, das die Welt nicht braucht und die Tiere erst recht nicht.

Ich danke Ihnen liebe Leser von Herzen, dass Sie uns stets bei unserer Arbeit unterstützen und uns zur Seite stehen.

Ihre Melanie Stehle