Ganga sucht ein Zuhause

„Ein großer Menschenfreund ist Ganga, dazu voller Leben, Neugier und bereit zu allen nur denkbaren Aktivitäten. Sie ist bereit für das Leben und wartet schon viel zu lange darauf endlich das Tierheim verlassen zu dürfen.“

Ihre Geschwister hatten bereits Familien gefunden, nur Ganga war allein im Tierheim zurückgeblieben. Schon fast 1 Jahr, die ganze Junghundezeit! Sie litt dort besonders, da sie die Nähe zum Menschen sehr suchte und dazu noch ein aktiver Hund ist, der sich bewegen möchte.

Dem Leidensdruck konnten wir uns nicht verschließen: am 10.06. war es dann so weit, sie durfte kommen – wir waren arg unsicher, was uns erwartet, denn im rumänischen Tierheim hatte man den unglücklichen, um Zuwendung kreischenden Hund als „verrückt“ bezeichnet.

Jetzt wuselte sie schwanzwedelnd und neugierig durch die Wohnung, traf das erste Mal auf unsere Katzen…

Da wir ihr aber von Anfang an eindeutige Grenzen gesetzt haben, was hier im Haus geht und was nicht und sie diese auch akzeptiert, klappt das Leben im Haus mit Ganga wunderbar.

Das alte Winterfell musste als Erstes runter, ab in die Wanne …

Darunter kam, auch charakterlich, binnen Stunden eine wunderbare schwarz-braune rumänische Schäferhündin zum Vorschein!

Mit all den guten Eigenschaften, die ein Schäferhund bieten kann!

Menschbezogen, freundlich, lernbegierig, aktiv und verspielt. Die Beschreibung der Tierärztin aus Rumänien hatte voll ins Schwarze getroffen!

Manchmal im Temperament ein naiv trampeliges Riesenbaby, aber sensibel und schmusig, wird sie, wenn gut erzogen, ein treuer, aktiver Begleiter, der mit einem durch dick und dünn geht.

Sie bellt bisher nicht, wird aber sicher auch in Ihrem Zuhause (mit Garten) später einmal wachsam sein - dafür wurden Schäferhunde „gebaut“.

Sie zeigt sich bei fast allen diesen vielen neuen Dingen wie Staubsaugern, Mülltonnen, offenen Treppen und Brücken souverän, ruhig, interessiert und sehr lernbegierig…

Sie möchte was tun und gefallen; tatsächlich würde ich Ihr eventuell sogar Anspruchsvolleres wie z.B. eine Rettungshundestaffel zutrauen. Sie arbeitet gerne mit der Nase, ohne bisher Jagdtrieb zu zeigen, ist aber kein wuseliger „Workaholic“. Sie fährt entspannt Auto, ist freundlich und zurückhaltend zu Kindern.

Ausgelastet ist sie ein, angenehm auf Handhöhe, frei nebenher gehender Begleiter, ruhig in der Wohnung. Ihr Sozialverhalten hier im Rudel ist bestens und sehr respektvoll, bei Begegnungen mit fremden Hunden muss sie noch lernen ihr Temperament und sicherlich auch pubertäre Wichtigtuereien unter Kontrolle zu halten.

Als junger Hund, der bisher nichts lernen durfte, muss sie viel nachholen. Auch das Alleinsein zu lernen wird bei einem so anhänglichen Hund dazugehören!

Hundeschule – für alle Beteiligten - nicht nur erzieherisch sinnhaft, sondern auch Spaßfaktor und was fürs Köpfchen! Und so ein großer schwarzer Hund sollte besonders gut erzogen sein, da er sehr imposant wirken kann.