Lynda sucht ein Zuhause

Zwei Monate im NLR - nun reicht es!

Sie lebte schon lange in ihrem Revier. Es besteht bis heute aus einer kleinen Mauer, die die Straße von dem Grundstück trennt. Das alte Haus und den Olivenbaum kennt sie genauso gut, wie die Palme. Einen Bürgersteig gibt es nicht, dafür nebenan aber einen Supermarkt. Hier lohnte sich das Warten, denn dort ist die Futterstelle.
Außerdem rollte fast täglich ein Auto auf den kleinen Parkplatz und dann gab es zusätzlich auch noch Streicheleinheiten.

Dass genau diese zu einem folgenschweren Unfall führten, ahnte an diesem Morgen noch niemand.
Lynda (den Namen erhielt sie erst später) hörte das vertraute Motorengeräusch und war sich sicher, dass es wieder Streicheleinheiten geben würde. Sie rannte los, ohne die sonst übliche Vorsicht walten zu lassen. Danach wurde alles ganz still.

Eine Tierschützerin wurde gerufen und blickte traurig auf das überfahrene Kätzchen. Lynda war tot. Blut rann aus ihrem kleinen Mäulchen, tränkte das weiße Fell rot und hinterließ einen Fleck auf dem staubigen, griechischen Boden.
Ein letzter Atemzug und... noch einer... und noch einer... und...
Sie lebt!
Jetzt musste es schnell gehen. Rein ins Auto und Vollgas.

Lynda wurde operiert. Sie hatte unglaubliches Glück. Ihr Unterkiefer weniger. Aber ein Metalldraht hielt die Fraktur zusammen, nervte Lynda zwar von Tag zu Tag mehr, aber nun ist er wieder ausgebaut und Lynda fühlt sich besser als je zuvor. Sie hat sich an ihr neues Zuhause gewöhnt. Hat den Olivenbaum und das kleine Häuschen vergessen. Und wir kriegen es einfach nicht hin, sie wieder an eine Straße zurückzubringen.

Sollten Sie ein kleines Häuschen haben... Olivenbäume und Palmen gibt es im Bauhaus. Und Lynda von uns.