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Warum zwei Logos? Wir in zehn Sätzen Kontakt Spenden FAQ Facebook

Kurzbericht: Räude auf Sal

25.01. | Unsere Tierärztin Dr- Marga Keyl berichtet aus Ihrem EInsatz:
Vier Tage sind wir nun auf Sal und haben inzwischen mehr als 120 Tiere kastriert, Augen und Zähne entfernt und Wunden versorgt. Diese arme Kreatur wurde uns heute gebracht: von Räude geplagt, abgemagert bis auf die Knochen und ein Auge in einem Zustand, in dem es nicht mehr gerettet werden kann. Mehrmals stand die Frage im Raum, ob man das arme Tier nicht einschläfern sollte, auch weil der Hund nicht so leicht zu handeln ist und sich den anderen Hunden gegenüber aggressiv verhält.

Doch davon wollen wir nichts wissen, auch dieser Hund hat seine Chance verdient. Er wohnt im Ghetto von Sal und hat dort niemanden, der sich um ihn kümmert. Er ist schon älter und wir wissen nicht, was er in seinem Leben alles erlebt hat, wie er sich durchschlagen musste um irgendwo etwas zu fressen zu ergattern. Wir kastrieren ihn, entfernen das kaputte Auge und behandeln ihn gegen die Räude und Flöhe. Wir werden versuchen, ihn nächste Woche noch einmal einzufangen, damit er eine weitere Spritze bekommen kann.

Helfen Sie uns, durch Ihre Spende weiterhin für die Tiere auf Sal da zu sein. Schon in wenigen Monaten möchten wir den nächsten Einsatz dort durchführen: Spenden für Sal


228 Kastrationen: Kurzbericht Miercurea Ciuc Januar

24.01. | Unsere Tierärztin Nina Schöllhorn berichtet:
Vom 16.-22.01.2015 fand eine der regelmäßigen Kastrationsaktionen in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis BrunoPet (www.freundeskreis-bp.de) statt. Mittlerweile unterliegt der Ablauf dieser Aktionen einer gewissen Routine, so dass alles für rumänische Verhältnisse sehr geordnet von statten ging. Trotz eisiger Temperaturen konnte der enorme Ansturm an Menschen, die ihre Tiere zur Kastration brachten gut bewältigt werden.
Tierärztin Nina Schöllhorn und Assistentin Christina Schomann konnten so in 7 Tagen 228 Tiere kastrieren (78 Hündinnen, 58 Rüden, 64 Katzen, 30 Kater). Auf Grund der sehr großen Nachfrage wird die nächste Aktion in Miercurea Ciuc bereits Anfang März stattfinden.

Neuigkeiten

24.01. | Diese Woche neu und lesenswert: Neue Einsatzberichte im Januar, ein neuer Flyer und natürlich neue Beiträge in der Pupille.
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Danke, uns allen!

Unser aktueller Flyer heisst "Danke, uns allen". Wir blicken zurück auf ein erfolgreiches 2014 und geben Ausblicke für 2015.
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Vergiftet - aber nie vergessen!

Welche Gedanken gehen Menschen durch den Kopf, wenn sie Giftköder für Katzen auslegen? Ist es Genervtheit gegenüber Lebewesen, die auf ihrer verzweifelten Suche nach Nahrung diesen Menschen zu nahe kommen? Ist es Hass? Oder ist es die pure Gewohnheit, weil man sich ja schon immer auf irgendeine Art und Weise der Tiere entledigt hat? Welche Gedanken kommen auf, wenn diese Menschen am nächsten Tag die leblosen Kadaver, gezeichnet von einem qualvollen Todeskampf, neben den Futterplätzen dieser Tiere sehen? Triumpf? Zufriedenheit? Gehen sie nach Hause und berichten stolz beim Mittagessen Frau und Kindern von ihrem Erfolgserlebnis? Eine akzeptable Antwort werden wir nie darauf finden.

Die immer wiederkehrenden Vergiftungsaktionen ziehen uns den Boden unter den Füßen weg. Ein aufgebautes Hilfssystem für die Straßentiere, indem wir sie kastrieren, die Tierschützer vor Ort sie täglich über Jahre hinweg füttern und medizinisch versorgen, wird über Nacht zunichte gemacht. Die vermeintliche Sicherheit der Tiere wird wie durch ein Tsunami zerstört und Leben ausgelöscht. Wut, Trauer und Zorn keimen in uns auf. Hilflosigkeit bei allen, die die Katzen über Jahre hinweg betreut haben. Manche sagen, wir müssen diese alltäglich vorkommenden Geschehnisse akzeptieren. Wir können und wollen es aber nicht! Wir lassen uns nicht entmutigen, wir werden noch mehr kastrieren und werden weiterhin jeden Tag aufs Neue für eine Zukunft der Straßentiere kämpfen. Helfen Sie uns Verantwortung für unsere Mitgeschöpfe zu übernehmen. Wir sind es ihnen schuldig!

Im Folgenden sehen sie Bilder von Katzen, die im Dezember 2014 in Pigi auf Kreta vergiftet wurden. Sie waren alle kastriert und wurden regelmässig von einem unserer Partner versorgt.


Neuester Einsatzbericht:

Agios Nikolaos Januar 2015
Leider hat er eine Stunde später seinen letzen Atemhauch getan. Ich habe mit Ines ihren Schmerz geteilt. Diese Verluste waren so unnötig. An dieser Stelle fragt man sich dann immer: Warum??? Gibt es keine Gerechtigkeit da oben? Oder niemand, der eine Hand über die armen Geschöpfe hält?Ray Hodson
  • Agios Nikolaos Januar 2015
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Auf unseren Kastrationsaktionen begleitet uns mittlerweile immer eine von uns angelernte Op-Schwester. Es ist schön, wenn man sich ohne Worte auf einander verlassen kann und man mit jemandem arbeitet, dessen Herz genauso schlägt, wie das eigene. Seit nunmehr 2 Jahren habe ich Ray von meiner Kollegin Nina geerbt. Ray ist mittlerweile fast 65 Jahre alt und hat vor 48 Jahren in England als Tierarzthelfer gearbeitet. Nina hat Ray auf den neusten Stand der tiermedizinischen Helfertätigkeit gebracht und mir gut erhalten vermittelt. Nachdem Ray einen Herzinfarkt und Schlaganfall hinter sich hatte, hat er es sich trotzdem nicht nehmen lassen, mit uns Seite an Seite für den Tierschutz zu kämpfen. Mit seiner Frau habe ich ein Abkommen getroffen, dass ich ihn nicht zu hart ran nehme. Aber es gibt oft oder fast immer Tage, an denen wir länger als 8 oder 10 Stunden arbeiten. (Das sind dann die einzigen Geheimnisse, die er vor seiner Frau hat) Auch wenn ich Ray bestimmt in den Feierabend schicke, legt er mir wortlos die nächste Katze auf den Tisch oder bereitet alles für den nächsten Hund vor. Er hält mir den Rücken frei, kommuniziert mit den vielen Tierschutzdamen auf seine charmante englische Art, schenkt jedem seine Aufmerksamkeit, ob Mensch oder Tier und ist für uns alle ein nicht mehr wegzudenkender Kastrationsbegleiter. Ich bewundere Ray immer wieder für sein Durchhaltevermögen, seine Korrektheit und seine ewig gute Laune! Ich möchte mich ebenfalls dafür bedanken, dass Ray diesen Op-Schwester-Job ehrenamtlich durchführt und sich sogar dafür schämt, wenn wir ihm die Buskosten erstatten.

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