Tagesbild 21.08.2025
Ohrcut = Kastriert = Glück gehabt!
Auf unserem heutigen Bild seht ihr eine Katze mit einem kleinen Schnitt im Ohr – dem sogenannten Ohrcut. Dieses unauffällige Zeichen ist für uns Tierschützer enorm wichtig: Es zeigt, dass das Tier bereits kastriert wurde und nicht erneut eingefangen werden muss. Gerade in großen Kolonien ist es für die Fänger entscheidend, kastrierte Tiere schnell und auch aus der Ferne von unkastrierten unterscheiden zu können – der Ohrcut macht das möglich.
Auf Kreta begegnet man immer häufiger diesen „markierten“ Katzen – ein schönes Zeichen dafür, dass unsere Arbeit wirkt. Jede kastrierte Straßenkatze bedeutet weniger Leid, weniger Nachwuchs und ein besseres Leben für die Tiere vor Ort.
Und keine Sorge: Der Ohrcut wird während der Narkose gesetzt. Schmerzmittel erhalten die Tiere zur Kastration sowieso – sie spüren davon nichts.
Also haltet beim nächsten Urlaub gern die Augen offen – jedes Ohr mit Cut ist ein kleiner Sieg für den Tierschutz. Und das macht uns…
Tagesbild 30.07.025
Der Weg zur Kastration beginnt meist mit viel Geduld. Wie viel Zeit, Ruhe und Erfahrung nötig sind, um freilebende, wilde Katzen behutsam und sicher einzufangen, wird oft unterschätzt. Tagelanges anfüttern, stundenlange Beobachtung, das richtige Timing und eine schnelle Hand sind dabei entscheidend. Umso dankbarer sind wir den engagierten Tierschützerinnen und Tierschützern, die bei Wind und Wetter, tagsüber und mitten in der Nacht unterwegs sind, um diese Tiere für uns einzufangen. Ohne Euch könnten wir unsere Kastrationsaktionen nicht umsetzen und von morgens bis abends operieren.
Es ist eine wunderbare Symbiose: Ihr fangt ein – wir kastrieren – gemeinsam verhindern wir Tierleid und helfen, die Population der Streuner nachhaltig zu kontrollieren.
Danke für Euren unermüdlichen Einsatz!
Tagesbild 23.07.025
Wenn Sonne krank macht. Griechenland ist im Sommer ein Traum: Meer, Strand und Sonne – doch genau diese Sonne wird vielen Katzen auf den Straßen südlicher Länder zum Verhängnis.
Die chronische UV-Belastung verursacht bei weißen Katzen oder solchen mit hellen Ohren und Nasen ein hohes Risiko für Plattenepithelkarzinome – einen bösartigen Hauttumor.
Die ungeschützte, helle Haut an den Ohrrändern ist der Sonnenstrahlung dauerhaft schutzlos ausgesetzt. Über Monate und Jahre hinweg entstehen dabei mikroskopisch kleine Zellschäden.
Das Plattenepithelkarzinom wächst örtlich zerstörend – es frisst sich tief ins Gewebe, ohne früh in andere Organe zu streuen. Unbehandelt breitet es sich jedoch immer weiter aus.
Was mit einer kleinen Wunde oder Kruste am Ohr beginnt, ist oft schon der Anfang dieses gefährlichen Tumors. Für viele Straßenkatzen bedeutet das ein langsames, schmerzhaftes Fortschreiten der Krankheit – bis sich der Krebs so weit ausbreitet, dass er nicht mehr zu stoppen ist.
So…
Tagesbild 16.07.025
Die Tiere, die zu uns kommen werden nicht nur kastriert. Bei jedem einzelnen Patienten führen wir eine gründliche allgemeine Untersuchung durch. Denn viel zu oft entdecken wir dabei weitere, oft unerträgliche Leiden:
Starker Parasitenbefall, Katzenschnupfen, Blasenentzündungen, Hautprobleme oder schlimme Verletzungen, die besondere Eingriffe nötig machen – von Wundbehandlungen, Bein- Schwanz- und Ohramputationen bis hin zu Augen-, Tumor-oder Zwerchfelloperationen. Dies - und noch viel mehr - steht bei uns auf der Tagesordnung. Auch Zahnsanierungen sind häufig notwendig. Viele Tiere sind stark abgemagert, weil sie durch massive Zahnschmerzen schlicht nicht mehr fressen können. Wir können Abhilfe verschaffen, Schmerzen lindern und Lebensqualität zurückgeben. Damit das Leben auf der Straße ein kleines bisschen leichter wird.
Tagesbild 10.07.2025
Job. Beruf. Berufung. Leidenschaft. Unsere Tierärztinnen, Assistentinnen und Assistenten sind mit ganzem Herzen und voller Hingabe im Einsatz für jedes einzelne Tier. Für sie ist unsere Arbeit im Tierschutz mehr als nur ein Beruf – es ist eine Herzensangelegenheit.
Nur wer mit so viel Liebe bei der Sache ist, steht stundenlang und bis tief in die Nacht im OP – nicht, weil man muss, sondern weil man will. Für jedes Leben und jedes Tier, das durch die Kastration nicht mehr Teil des Kreislaufs unkontrollierter Vermehrung ist.
Tagesbild 17.06.2025
Viel zu selten wird über diejenigen gesprochen, die hier in Rumänien Tag für Tag ganz selbstverständlich und ohne großes Aufheben für die Straßentiere da sind. Sie füttern, bringen Wasser, behandeln gegen Parasiten und bringen die Tiere zur Kastration. Sie schauen nicht weg und stellen sich der nicht einfachen Aufgabe für die Ärmsten der Armen da zu sein. Stets sind sie begleitet von der Sorge um ihre Schützlinge, denn es drohen sehr viele Gefahren auf der Straße. Und stets haben sie das Gefühl nicht genug zu tun. Ich danke Euch allen dort draußen von Herzen!
Tagesbild 15.06.2025
Traurige, verzweifelte, fassungslose Blicke, die einen nicht mehr loslassen. Nach dem Besuch eines rumänischen Tierheimes nimmt man diese Blicke mit nach Hause, egal wie sehr man sich dagegen wehrt. Tierheime sind hier, mit sehr wenigen Ausnahmen, nur Verwahranstalten. Namenlose Nummern werden verwaltet. Die tägliche Versorgung reduziert auf ein Minimum. Keine finanziellen oder personellen Möglichkeiten auf individuelle Besonderheiten einzugehen. Für fühlende Menschen, wie uns, eine schwer zu akzeptierende Realität.
Tagesbild 13.06.2025
Wir werfen einen gründlichen Blick auf alle Tiere, die zum Kastrieren kommen, den häufig bringen sie ein kleineres oder auch größeres gesundheitliches Problem mit. Dieser Hund hatte eine eingewachsene Kralle, was relativ häufig vorkommt. Viele Besitzer hier, schauen ihre Hunde nur sehr oberflächlich an und ihnen fällt derartiges leider gar nicht auf.
Tagesbild 09.06.2025
Drei intensive Monate liegen in Rumänien hinter uns. Eine Kastrationsaktion folgte auf die nächste. Kaum Zeit innezuhalten und durchzuatmen. Der Blick auf die benutzten Skalpelle lässt erahnen, wie viele Tiere durch unsere Hände gingen. Jedes Skalpell ein Schicksal, das wir zumindest ein wenig verbessern konnten.
Jetzt ist Zeit für eine Pause, um demnächst wieder voll Energie weiterzumachen. Die Planung läuft wie immer bereits auf Hochtouren...
Tagesbild 26.05.2025
Das aktuelle Einsatz-Wochenende verschont die Tierärzte-Pool-Tierärztinnen ebenso wenig wie das vor einer Woche.
Gemeinsam mit "Zero-Stray-Pawject" findet in der Gemeinde Faistos auf Kreta eine Kastrationskampagne statt, die den großen Parkplatz vor dem OP-Gebäude eng werden lässt. Denn genau wie in den anderen Gemeinden auch, rollen die Pick-ups unentwegt durch das Eingangstor.
Gestern wurden von zwei Tierärztinnen 50 Hunde unfruchtbar gemacht, heute arbeiten drei Kolleginnen.
Die Wichtigkeit, dass Schäfer, Jäger und finanziell minderbemittelte Menschen ihre Tiere bringen können, zeigt sich in unendlich vielen Gesprächen vor der Tür, die garantiert in den Kafenions (den Dorfcafes) der kleinen Dörfer in den nächsten Tagen und Wochen nicht verhallen werden. Das wird eine Welle in Gang bringen, die uns zukünftig noch viel mehr Arbeit auf den OP-Tisch bringt. Genau dafür sind wir da.