Notvermittlung - Update Oktober 2020

Update zur Evakuierung des Tierheims in Tsivaras/Kreta

Update zur  Evakuierung des Tierheims in Tsivaras/Kreta

Wie im „Im Einsatz“ zu lesen war, hatten wir mit der Bezirksverwaltung von Kalyves ausgehandelt, dass wir bei der Vermittlung der 23 verwahrlosten Hunde in dem provisorischen Tierheim helfen und im Gegenzug dafür die Gemeinde die Renovierung unseres Operationsraumes übernimmt.

11 Tiere haben inzwischen die große Reise angetreten und sind in Deutschland. Fünf davon sind bereits in liebevolle Familien vermittelt.

Nur eine bzw. zwei weilen noch im NLR. Die restlichen zehn sind zurückgeblieben in Kalyves und deren Vermittlung wird uns sicherlich vor große Herausforderungen stellen, denn einige Tiere sind sehr scheu.
Tubora befindet sich nun also noch mit ihrem Freund „Knut“, der ursprünglich aus Chania kommt (siehe Text über Knut) in unserer Station. Toll sehen beide aus, fast nicht wieder zuerkennen.

Als wir Tubora das erste Mal entdeckten, trauten wir unseren Augen nicht. Unter ihrem Bauch baumelte ein Kindskopf großer Tumor. Wer sollte den entfernen? Die Gemeinde merkte unseren Unmut und kümmerte sich um die Operation. Kurze Zeit nach unserem Gespräch war die Hündin tatsächlich - operiert - wieder im Tierheim.

Wir waren genau zu dieser Zeit auch dort um die Tiere gegen Parasiten zu behandeln und um die Fotos zu machen, die der Einstieg in höhere Vermittlungschancen sein sollte. Tubora's Wunde war lang, sah aber gut aus. Ein Halskragen rundete den guten Eindruck des Eingriffes ab. Damit nahmen wir sie in unsere Vermittlung mit auf und kurze Zeit später holten wir sie ins NLR.

Und was passierte dort? Andi verliebte sich in die tolle Doberfrau, musste aber erkennen, dass seine Kondition mit der ihrigen nicht mithalten kann. Tubora ist eine total tolle Hündin, hat aber die Kraft eines Pferdes. Es wird Andi schwerfallen, sie herzugeben, aber in Kalyves warten ja noch zehn andere. Und wie es der Zufall so will, haben wir Ende des Monats auch einen Flugpaten, der Tubora oder Knut (oder beide) mit nach Deutschland nehmen könnte. Demnach suchen wir händeringend eine Pflegestelle (gern auch Endstelle) wo die beiden einziehen können. Es wäre super schade, wenn wir in diesen wirren Coronazeiten von den spärlichen Flugangeboten eines verstreichen lassen müssten.