Kreta - Futtertransport März 2021

Ein Bericht von Thomas Busch

Georgos fährt nicht mehr

Vorerst. Ob das so bleibt, wissen wir noch nicht. Aber ein guter Freund vertritt Georgos und damit sind wir unsere Sorgen für´s erste los.
So hielt Nikos diese Woche in Sulzemoos mit einem eigentlich komplett vollen LKW bei Melanie vor der Tür. Melanies Garage ist inzwischen das Hauptlager für Kreta-Spenden geworden.
Als ich den LKW sah, erschrak ich kurz, denn der einzig freie Platz war auf den bereits eingeladenen Paletten. Wenn man aber in Griechenland eins lernt, dann: irgendwie geht alles irgendwann. Heute lag der Schwerpunkt auf „irgendwie“.
Mit einer Leiter und Muskelkraft war das „irgendwann“ drei Stunden später auch erledigt und zwei Männer und Melanie platt. Man wird nicht jünger.

In diesem Zusammenhang möchte ich unsere Gedanken zu kleineren Futtertransporten vorstellen:
Die Futterbrücke bleibt erhalten wenn wir große Mengen Futter direkt von Firmen gespendet bekommen. Da das aber unabsehbar ist, erscheint es uns in dieser unruhigen Corona-Zeit sinnvoll, das Futter für unsere Station auf Kreta zu kaufen. Die Mengen, die unsere Tiere benötigen sind überschaubar. Vorteil: die komplette Logistik fällt weg. Das Futter ist einheitlich und damit oft auch besser bekömmlich. Wir sind nicht mehr von den LKW-Fahrten abhängig sondern können online unverzüglich bestellen, wenn der Vorrat zur Neige geht. Die Futterspenden, die bisher in Melanies Garage lagerten ziehen unweigerlich Mäuse  an. Da wir nie wissen, wann der nächste LKW fährt, ist eine wochenlange Lagerung kontraproduktiv.
Kleinere Menge, aber vor allem Flugboxen und Equipment werden wir weiterhin auf dem Landwege mit Nikos oder hoffentlich auch irgendwann wieder mit Georgos, verschicken.

Wer uns bei dem Futterkauf auf Kreta helfen möchte, schreibt bitte „Futter NLR“ als Kennwort auf die Überweisung.

Ihr Thomas Busch