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Aus dem Augenwinkel nehme ich war: hier stimmt etwas nicht, drücke auf die Bremse und wende. Dort liegt er, hilflos, ängstlich und schaut mich mit schmerzverzerrten Augen an. Ich freue mich ihn gefunden zu haben und helfen zu können. Kurz darauf setzt schwerer Regen ein- nicht auszudenken, wenn ich ihn nicht gesehen hätte.

Das Röntgenbild ist jedoch niederschmetternd. Den Kleinen hat es so schwer erwischt, dass wir ihm nicht mehr helfen können, so sehr wir das auch möchten. Dies sind die Momente, in denen von uns, an sich stets rational und effizient agierenden Medizinern schnell nicht mehr viel übrig ist. Es bleibt ein Mensch, verzweifelt, enttäuscht und zutiefst traurig.

Doch umso überzeugter sprechen wir kurz darauf wieder über unsere Arbeit: wir müssen weiter machen, kastrieren und aufklären! Denn der kleine Niilo war nur einer von vielen, vielen ausgesetzten Hunden die täglich in Verkehrsunfälle verwickelt werden!